BIOGRAPHIE VON GEORG SIMON OHM

Georg Simon Ohm war ein deutscher Physiker, der am 16. März 1789 in Erlangen, Bayern, geboren wurde. Als Gymnasiallehrer begann Ohm seine Forschungen mit der kürzlich erfundenen elektrochemischen Zelle, die vom italienischen Grafen Alessandro Volta erfunden worden war. Mit Hilfe einer von ihm selbst entwickelten Apparatur stellte Ohm fest, dass der Strom, der durch einen Draht fließt, proportional zu seiner Querschnittsfläche und umgekehrt proportional zu seiner Länge ist (Ohmsches Gesetz). Im Jahr 1817 wurde er Professor an der Kölner Hochschule.

Sein Werdegang

Sein Hauptinteresse galt der Elektrizität, die kurz zuvor durch die Erfindung der Batterie durch Alessandro Volta vorangetrieben worden war. Ohm verdiente nur einen bescheidenen Lebensunterhalt und seine Versuchsausrüstung war dementsprechend primitiv. Trotzdem stellte er seinen eigenen Metalldraht her und produzierte eine Reihe von Stärken und Längen von bemerkenswert gleichbleibender Qualität. In den neun Jahren, die er am Jesuitenkolleg verbrachte, führte er umfangreiche experimentelle Forschungen über die Natur elektrischer Schaltungen durch. Er gab sich große Mühe, jedes Detail seiner Arbeit genauestens zu untersuchen. Im Jahr 1827 konnte er anhand seiner Experimente zeigen, dass es eine einfache Beziehung zwischen Widerstand, Strom und Spannung gibt.

„Ohm, das Genie, der Mozart der Elektrizität …“

Mit den Ergebnissen seiner Experimente konnte Georg Simon Ohm die grundlegende Beziehung zwischen Spannung, Strom und Widerstand definieren. Diese grundlegenden Beziehungen sind von so großer Bedeutung, dass sie den eigentlichen Beginn der elektrischen Schaltungsanalyse darstellen.
Als Ohm seine Ergebnisse 1827 veröffentlichte, wurden seine Ideen leider von seinen Kollegen abgelehnt. Ohm war gezwungen, von seinem Lehramt an Gymnasien zurückzutreten, und er lebte in Armut und Schande, bis er 1833 eine Stelle in Nürnberg annahm, die ihm zwar den Titel eines Professors einbrachte, aber immer noch nicht die Universitätsstelle war, nach der er sein ganzes Leben lang gestrebt hatte. Im Jahr 1852 wurde Ohm Professor für Experimentalphysik an der Universität München, wo er später starb.

Das Ohmsche Gesetz besagt, dass die Menge des konstanten Stroms durch ein Material bei einer bestimmten Temperatur direkt proportional zur Spannung über dem Material ist: I = V/R. Ohm hatte die Verteilung der elektromotorischen Kraft in einem elektrischen Stromkreis entdeckt und eine eindeutige Beziehung zwischen Widerstand, elektromotorischer Kraft und Stromstärke hergestellt.

Ohm befürchtete, dass die rein experimentelle Grundlage seiner Arbeit die Bedeutung seiner Entdeckung untergraben würde. Er versuchte, sein Gesetz theoretisch darzulegen, aber seine ausschweifenden mathematischen Beweise machten ihn zum Gegenstand des Spottes. In den folgenden Jahren lebte Ohm in Armut und unterrichtete privat in Berlin. Erst als er 1833 zum Direktor der Polytechnischen Schule in Nürnberg ernannt wurde, erhielt er Anerkennung für seine Erkenntnisse. Im Jahr 1841 erkannte die Royal Society in London die Bedeutung seiner Entdeckung an und verlieh ihm die Copley-Medaille. Im folgenden Jahr wurde er als Mitglied aufgenommen. Im Jahr 1849, nur 5 Jahre vor seinem Tod, ging ein Lebenstraum von Ohm in Erfüllung, als er eine Professur für Experimentalphysik an der Universität München erhielt. Am 6. Juli 1854 verstarb er in München im Alter von 65 Jahren.

Er musste so lange um Anerkennung kämpfen

Diese verspätete Anerkennung war willkommen, aber es bleibt die Frage, warum jemand, der heute wegen seines wichtigen Beitrags ein bekannter Name ist, so lange um Anerkennung kämpfen musste. Dafür gibt es vielleicht keine einfache Erklärung, sondern eine Reihe von Faktoren, die dazu beigetragen haben. Ein Faktor mag die Innerlichkeit des Charakters von Ohm gewesen sein, ein anderer war sicherlich seine mathematische Herangehensweise an Themen, die zu jener Zeit in seinem Land auf nicht-mathematische Weise studiert wurden. Zweifellos gab es auch persönliche Auseinandersetzungen mit den Machthabern, die Ohm überhaupt nicht gut taten. Bei Johannes Schultz, einer einflussreichen Persönlichkeit im Berliner Kultusministerium, und bei Georg Friedrich Pohl, einem Physikprofessor in Berlin, war er sicher nicht beliebt.

Die Elektrizität war nicht das einzige Thema, an dem Ohm forschte, und nicht das einzige Thema, bei dem er in Kontroversen geriet. Im Jahr 1843 stellte er das Grundprinzip der physiologischen Akustik auf, das sich mit der Art und Weise befasst, wie man Kombinationstöne hört. Allerdings waren die Annahmen, die er bei seiner mathematischen Herleitung machte, nicht ganz gerechtfertigt, was zu einem erbitterten Streit mit dem Physiker August Seebeck führte. Ihm gelang es, die Ohmsche Hypothese zu diskreditieren, und Ohm musste seinen Irrtum eingestehen.